2017 Béatrice Bader, visual artist

  • Béatrice Bader
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Gegenwelten zerspalten die lineare Zeit  

Béatrice Bader, visual artist 

Béatrice Bader (*1968) ist Konzeptkünstlerin. Aufgewachsen in Bern, lebt und arbeitet sie in Nennigkofen (SO) und Bern. An der Schnittstelle künstlerischer Forschung und Transformation entstehen thematische Bildwelten und kollaborative Kunstprojekte. Zu ihren künstlerischen Ausdrucksweisen gehören vor allem Collage/Montage/mixed Media und Installation. Bader stellt Fragen zur westlichen kapitalistischen Konsum- und Leistungsgesellschaft. Auf ihrer Suche nach Antworten findet sie Andersorte – Heterotopien - als Gegenentwürfe innerhalb unserer Gesellschaft. Seit 1996 ist sie regelmässig in Gruppen- und Einzelausstellungen präsent. Künstlerische Ausbildung u.a. an der Freien Kunstschule Berlin und an der Hochschule der Künste in Zürich. Ankäufe durch den Kanton Solothurn und die Kunstgesellschaft Grenchen.

 

Béatrice Bader(*1968 in Muri/BE) lives and works as visual artist in Nennigkofen und Bern. She ist the founder of the artistic research projekt FeldForschung – künstlerische Praxis und Öffentlichkeit. She ist specialized in mixed media and hybrid narrations

praxis:

#konzeptkunst#mixedmedia#hybrideserzählen#assemblage#environment#dada#situationistischeinternationale#lettristen#cut-up

theorie:

#frankfurterschule #walterbenjamin #theodorw.adorno #jürgenhabermas #postmodernephilosophie #michelfoucault #lucboltanski #gillesdeleuze #felixguattari #antonionegri #georglukacs #kapitalismuskritik #kritikdesneoliberalismus

KOFFER.BILDER.BUCH
Bücher sind kleine Welten, die unsere
Phantasie nähren.
KOFFER.

Er bildet das Herzstück der szenischenLesung. Er verkörpert die Mobilität des Projekts, ein Symbol fürs Reisen. Im Koffer befinden sich die Bücher und weitere Utensilien für die szenische Lesung. Wenige Requisiten schaffen eine besondereStimmung: der Stuhl, der Bilderrahmen, die goldene Treppe, der rote Vorhang.

Die Verbindung von Text und Bild mündet in einer visuellen Poesie.
BILDER.

Der Kunstworkshop greift Bilder aus der szenischenLesung auf. Das Angebot ausgewählter Verfahren aus der bildenden Kunst macht die inneren Bilder sichtbar. Das Zusammenspiel von Sinnen und Verstand als sinnliches Erlebnis.

Bücher bieten die unglaubliche Möglich-keit, sich selber eine Welt zu 
erschliessen.
BUCH.

Grundlage für die szenische Lesung - welche auch als  Leseförderung verstanden werden kann -  bildet ausgewählte klassische Kinderliteratur für Kinder und Erwachsene. Sämtliche Titel verbinden einen zeitgenössischen Ansatz mit ihrer Thematik. Eine Literaturliste, ergänzt mit Aktualitätsbezug und Kurz-Zusammenfassung des Inhalts stehen zur Auswahl bereit.

Der Koffer öffnet sich und die Lesung beginnt.

Für Informationen und Buchung: www.kofferbilderbuch.com

PRAXIS DES ÄSTHETISCHEN DENKENS

Selbstorganisiertes, selbstgesteuertes und ergebnisoffenes Handeln lässt sich als Ausgleich zum verstandeskontrollierten, oft fremdbestimmten Denken nutzen. Künstlerische Strategien wie Sammeln und wissenschaftliche Methoden wie Ordnen aktivieren die Sinne und das schöpferische Potential des Menschen.

An der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Vermittlung fördert die Methode das ästhetische Denken und zeigt auf, wie diese täglich in Alltag und Lebenswelt angewendet werden kann.

:Ästhetisches Denken ist immer (auch) forschende Welterschließung und verbindet schöpferisches Potential, kreative Praxis und reflexive Auseinandersetzung - ein Trainingsraum für die Sinne.

Mehr Infos unter PRAXIS DES ÄSTHETISCHEN DENKENS

AMBULATORIUM DER SINNE 
Praxis für ästhetisches Denken

Auseinandersetzung. 

Prozess zum Hinterfragen gewohnter Handlungen und des Alltags, Formulierung konsum- und gesellschaftskritischer Aspekte. 

 

Ziel.

Freilegen von im Laufe der Zeit verloren gegangener Zusammenhänge: die Trennung von  Verstand und Sinne wird untersucht und thematisiert. Weil sich in unserer Zeit die Bedeutung und Wichtigkeit dieses Zusammenspiels einen Platz in unserem Bewusstsein zurückerobert hat.

Somit ist der mobile Kunstraum Produktionsstätte und Denkraum für visuell-materielles Denken - ein Trainingsraum für die Sinne.

 

Kontext.

Unser Denken ist auf Erfolg ausgerichtet. Und der wird meist mit Geld gleichgesetzt. Der Neoliberalismus sagt: alles ist zu jeder Zeit verfügbar, das macht frei. Der Kapitalismus sagt: mehr von allem. Die Folge: Wer nicht arbeitet, konsumiert, getreu den Spielregeln des Konsums. Doch bereits der Volksmund sagt, Geld allein mache nicht glücklich. Für die Begründung hat Sigmund Freud eine schöne Erklärung: Geld macht nicht glücklich, weil Geld kein Wunsch von Kindern ist. Oder besser: war. Doch neben Konsum und Warenwirtschaft besteht die Welt des ästhetischen Denkens

 

Das könnte bedeuten: verlieren wir in schulischen und beruflichen Tätigkeiten den Kontakt zu den - unseren - Wünschen als Kind,  fehlt uns ein Stück zum glücklich sein. Weil sich Kinderwünsche auf Inhalte richten, auf Verzauberung. Das ist das Gegenteil zu einer - unserer - Welt, in der Entzauberung herrscht und so im Prinzip kinderfeindlich ist.

Das heisst aber auch: feindlich gegenüber der Kindlichkeit in uns Erwachsenen (Ludwig Hasler). In der  „Unendlichen Geschichte“ von Michael Ende ist die Kindliche Kaiserin Herrscherin über das gefährdete Phantasien - das Land, in dem nichts undenkbar und somit alles möglich ist. Dieses unbegrenzte - ästhetische - Denken eröffnet Zugänge zum eigenen schöpferischen Potential und damit zu ungeahnten Lösungen und Wegen.

Die Identifikation mit dem eigenen Tun ist hierbei der entscheidende Faktor. Ergebnisoffene Prozesse und selbstgesteuertes Handeln sind der Schlüssel.